Tiroler Reine - Zirbe

 

Die außergewöhnlichen Kräfte der Zirbe werden schon seit Jahrhunderten geschätzt und genutzt. Unsere Vorfahren wussten um die beruhigende Wirkung der Zirbe. Hitzige Debatten wurden in heimeligen Zirbenstuben ausgetragen und Kinder, die in Wiegen aus Zirbenholz lagen, hatten einen besonders ruhigen Schlaf. In einer Studie des Grazer Forschungsinstituts Joanneum Research wurde sogar wissenschaftlich bestätigt, dass die Schlafqualität in einem Zirbenbett deutlich besser ist: die größere Nachterholung, die auch noch am Tag nachwirkt, geht mit einer reduzierten, der Atmung angepassten Herzfrequenz einher.

 

In geschnitzten Zirbentruhen wurden früher auch wertvolle Kleidungsstücke aufbewahrt – Untersuchungen bestätigen heute die antibakterielle und schädlingshemmende Wirkung der Zirbe. Für die Seifen verwenden reines Tiroler Bio-Zirbenöl, das reinigend und klärend wirkt und bei Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit und geistiger Erschöpfung helfen soll.

 

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Tiroler Reine - Alpenspeik

 

Im August, wenn die Nebel aus dem Tal steigen und ein starker aromatischer Duft die Luft erfüllt, dann ist die Blütezeit des ALPENSPEIK. Diese robuste Pflanze mit ihren hellgelben bis rostroten, in Trauben stehenden Blüten wächst in Almregionen über 1800 Meter.

 

Das in den Wurzeln gespeicherte ätherische Baldrianöl verströmt einen unverwechselbaren herbfrischen Duft, der vor allem im Orient als Parfumöl so geschätzt wurde, dass der „Echte Speik“ in großen Mengen gehandelt wurde. Dies führte zu solch einem Raubbau, dass die Pflanze 1936 unter Naturschutz gestellt wurde und seitdem auch nicht mehr zur Herstellung ätherischer Öle zur Verfügung steht. Aus diesem Grund werden für die Seifen Speiköl, das aus dem Speiklavendel (lavandula latifolia) gewonnen wird, verwendet. Liebhaber schätzen den wunderbaren Duft der „Alpenspeik“-Seifen: herb, frisch und leicht holzig, mit einer dezenten Note Lavendel.

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Tiroler Reine - Heu

 

Der Duft und die wertvollen Inhaltsstoffe von sonnengetrocknetem Heu sind eine besondere Wohltat für Seele und Körper. Auf unseren heimischen Bergwiesen gibt es eine große Vielfalt an Gräsern, Alpenblumen und Wildkräutern – das Heugras wird immer zur Hauptblütezeit Anfang Juni schonend geschnitten und an der Luft getrocknet.

 

Schon vor Generationen half man sich bei Rückenbeschwerden mit einer Handvoll Heu, die man zwischen Kachelofen und Rücken legte und so die wohlige Heuwärme ihre Wirkung tun ließ. Bereits im 19. Jahrhundert wurden zur Linderung rheumatischer Beschwerden Heubäder eingesetzt. Bei der Fermentierung frischen Heus entsteht auf natürliche Weise Wärme und die wertvollen Inhaltsstoffe werden vom Körper optimal über die Haut aufgenommen. Anwendungen mit Heu fördern die Durchblutung, regen den Stoffwechsel an, stärken das Immunsystem und wirken entschlackend und entspannend. Das Heu, das in den Seifen eingearbeitet wird, stammt von ausgewählten Tiroler Bergwiesen.

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Tiroler Reine - Birke

 

Sie gilt als Baum des Lebens, der Liebe, der weiblichen Schönheit und des Glücklichseins: die BIRKE. Mit ihrer enormen Widerstandskraft, Kälteresistenz und Fortpflanzungsfähigkeit ist sie das überragende Symbol des Neubeginns, des Frühlings und vor allem des Lichts.

 

Am 2. Februar, zu Lichtmess, wird der Beginn des bäuerlichen Arbeitsjahres und das Wiedererwachen des Lichtes im Jahreskreis mit Birkenzweigen gefeiert. Bei der Tiroler Fronleichnamsprozession werden die Straßen der Dörfer mit jungen Birkenstämmen gesäumt, in Großbritannien richtet sich gar der Beginn des Geschäftsjahres traditionellerweise nach dem Austreiben der Birken um den 1. April.

 

Die hellgrün leuchtenden Blätter des Frühlings, als Tee zubereitet, regulieren den Wasserhaushalt des menschlichen Körpers. Ihre harntreibende, entzündungshemmende, blutreinigende, sogar leicht antidepressive Wirkung erklärt die verjüngende und tröstende Lebenskraft, die dem Baum mit der hellschimmernden Rinde und den im Wind pendelnden Zweigen von jeher zugeschrieben wird.

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Tiroler Reine - Bergminze

 

Der großen Liebe zwischen Hades, dem Gott der Unterwelt, und der Nymphe Minthe haben wir – wenn wir den alten Griechen glauben wollen – dem scharfkühlen, aromatischen Wohlgeruch der Minze zu verdanken. Wenn man die sattgrünen, gezackten Blätter nur leicht berührt, verströmen sie einen Duft, der den gesamten Raum mit Frische erfüllt. Ursache dafür ist das Freiwerden des ätherischen Öls Menthol, das so anregend und lösend zugleich wirkt, dass die Minze von jeher als das Symbol der Gastfreundschaft, Heilkraft und vor allem der leidenschaftlichen Liebe galt.

 

So bekränzten sich in alten Zeiten Braut und Bräutigam mit Minze. Ein mit Minzblättern abgeriebener Esstisch bot den Gästen besondere Frische, ein Minzenkranz als Tischschmuck sollte dem Wunsch nach Gesundheit bis ins hohe Alter Ausdruck verleihen, denn Minze weckt die Lebensgeister, schärft und reinigt den Verstand, lindert unsere Ängste, beruhigt die Nerven, erheitert, wärmt das Herz und wirkt ausgleichend auf unseren Tag.

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Tiroler Reine - Gletschermilch

 

Das karge Sellraintal in den Zentralalpen Tirols bot seinen Bewohnern eine einzigartige Quelle als Lebensgrundlage: die GLETSCHERMILCH. Dieses kristalline, weiche Wasser des Gebirgsbaches Melach eignete sich aufgrund seines Härtegrades hervorragend zur Reinigung von Wäsche.

 

So waren Frauen, Männer und Kinder des Tales über 200 Jahre lang tagaus, tagein an den Ufern des Flusses in ihren Waschhütten damit betraut, die Linnen der Bürgerhaushalte des naheliegenden Innsbruck in ihren Öfen und Zubern zu bearbeiten. An sonnigen Sommertagen leuchteten die Talflanken und Hänge weiß von der auf dem Rasen aufgebreiteten und zwischen Bäumen und Sträuchern aufgehängten Wäsche. Wind und Sonne sollten sie trocknen und bleichen und ihr den unvergleichlichen Duft des Tales mitgeben. Einige der Sellrainer Bauern tauschten in der Seifensiederei Walde reinen Rindertalg gegen wertvolle Seife.

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Tiroler Reine - Vergissmeinnicht

 

Vielleicht sind es die kleinen gelben Sterne inmitten des intensiven Blaus der Blüten, wie Sterne am Himmel, die auf besondere Art und Weise berühren: von Europa über China bis nach Japan wird diese Blume überall gleich genannt: forget-me-not, ne m‘oubliez pas, no-meolvides, forglan-mig-ikke, Wu Wang Cao und VERGISSMEINNICHT. Es ist das Symbol für die zärtliche Erinnerung, den Abschied in Liebe, die Freundschaft und vor allem die Treue. So ranken sich viele Sagen und Gedichte um die kleine Blume: Goethe erzählt im „Blümlein Wunderschön“ von einem Grafen, der, einsam im Verlies, nur einen Gedanken hatte: dass ihn seine Liebste nicht vergessen möge. Vom Fenster des Turms aus wählte er das Vergissmeinnicht, dessen Anblick ihm die Treue seiner Geliebten versprechen sollte. In Shakespeares Hamlet spricht Ophelia: „Da ist Vergissmeinnicht, das ist zum Andenken: ich bitte Euch, liebes Herz, gedenkt meiner!“ Blüte und Wurzel wurden einst im Liebeszauber verwendet. Heute bezaubern uns die blauen Blüten als Blumenstrauß – oder sie dienen zur Veredelung zart duftender Seifen.

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Tiroler Reine - Holunder

 

Seit dem Mittelalter durfte ein Holunderbaum als Beschützer rund um Haus und Hof nicht fehlen. Der „holuntar“ galt als „Baum der Holle“, das Urbild der weisen Erdmutter, die als guter Geist die Bewohner vor Krankheit und allem Unglück behüten sollte. Deshalb war es undenkbar, den Baum zu fällen oder sein Holz zu verbrennen, der Bauer zog ehrfurchtsvoll den Hut vor ihm, in der magischen Johannisnacht schüttelten junge Mädchen seine Äste und erhofften sich, im darauffolgenden Traum den Mann ihres Lebens zu sehen. Für lange Zeit war er wohl eine der wichtigsten Heilpflanzen des Alltags, die „Medizinkiste des Landes“ – so fühlte man sich geborgen in der Nähe seiner Kraft als schützender, heilender und nährender Baum. Seine stark duftenden, cremig weißen Blüten erscheinen im Juni in flachen Dolden, sie geben dem beliebten Hollersirup seinen unverwechselbaren Geschmack. Die schwarzvioletten Beeren des Herbstes bereiten uns – immunstimulierend und nervenstärkend – auf die kalte Jahreszeit vor.

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Tiroler Reine - Almrose

 

Wenn im Mai die Hänge der Alpen bis über die Waldgrenze purpurrot leuchten, hat die Blütezeit der ALMROSE begonnen. Dem Heidekrautgewächs Almrose, auch Alpenrose, Donnerrösl oder Almrausch genannt, wurden vom Volksmund verschiedenste, zum Teil widersprüchliche Eigenschaften angedichtet: Abergläubische Bergwanderer warfen ihren Almrosenstrauß weit von sich, wenn ein Gewitter nahte, aus Angst, vom Blitz erschlagen zu werden. Nordtiroler Bauern hingegen nagelten Almrosen an die Firstbalken ihrer Höfe, um diese vor „Dunder und Blitz“ zu schützen. Andere glaubten, das Röserl könne den Kühen den „Rausch“, eine Rinderkrankheit, austreiben.

 

In der Blumensprache der Romantik ist sie das Symbol der Verliebten. Wenn ein heimlicher Verehrer seiner Angebeteten eine Almrose mitbrachte, bedeutete es „Wann sehen wir uns wieder?“ und sollte kommendes Glück verheißen – der zarte Duft der Seife soll an dieses innige Gefühl des ersten Verliebtseins erinnern.

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Tiroler Reine - Himmelschlüssel

 

Das Himmelschlüsselchen, welches im Volksglauben auch "Echte Schlüsselblume" genannt wird, gilt schon seit jeher als Schutz- und Fruchtbarkeitsmittel. Auch in  der germanischen Mythologie zählte diese Pflanzen zu den von Elfen und Nixen geliebten und beschützten Gewächsen. Es ist ebenso die Rede von einer Sagengestalt, der Schlüsseljungfrau, welche auf ihrer Krone einen großen goldenen Schlüssel trug und damit der Pflanze die Gabe verlieh durch die man angeblich verborgene Schätze aufzuspüren kann.

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