die g'schicht

Das Kaufhaus Möllinger begann eigentlich als "Luise's Laden" und verstand sich als erster "Supermarkt" der Gemeinde Kirchberg in Tirol. Tagtäglich gingen hier etliche Salatsteigen, Obst & Gemüse, sowie auch alles andere über den Tresen, was ein Kirchberger so brauchte. 

 

Mit der Zeit florierte der Betrieb, die Schulden des Baus waren getilgt & das G'schäftl "expandierte" quasi in die anliegenden Räumlichkeiten. Hannes und Luise Möllinger wurden in den 50er und 60er Jahren somit zu einem wichtigen Teil der Nahversorgung. 

Als aber die Supermärkte überhand nahmen und der Tourismus zunahm, konnte der Familienbetrieb der Möllingers über kurz oder lang mit den Großmärkten nicht mehr mithalten. 

So wandelte sich das Geschäft zum ersten Mal seiner Karriere in den 70er Jahren.

 

Im weiteren Verlauf etablierte sich das Kaufhaus Möllinger als Feinkostladen sowie später als Souvenirgeschäft für jegliche Art von Mitbringsel, Geschenke und Erinnerungen an den Urlaub in Tirol. Regionale Artikel im Bereich der Tischwäsche, der Trachtenwelt sowie heimische Pflegeprodukte zierten das Sortiment. Was jedoch im geschichtlichen Querschnitt des Geschäftes nie fehlte, war die Alkoholabteilung.

 

Auch nach der erstmaligen Neuorientierung blieb das "Schnapsl" ein fester Bestandteil im Verkauf. So entwickelte sich bald ein "Verkostungsstammtisch", an dem gut und gerne von Schnaps, über Brand bis Likör probiert wurde. Dies entwickelte sich auch als wichtigster Verkaufspunkt und wurde bei Kundschaft aus Österreich sowie Gästen beliebt. 

 

Mit der 3. Umwandlung erfüllte sich schließlich die 2. und 3. Generation im Jahr 2017 einen langjährigen Wunsch. Die Räumlichkeiten erhielten einen anständig neuen Schliff. Die herkömmliche Struktur wurde großteils beibehalten und alte, schöne Elemente neu hervorgehoben.

Doch nicht nur der Umbau, sondern auch ein angepasstes Sortiment, geht mit dieser Metamorphose einher. Der "Verkostungsstammtisch" wurde zu einer kleinen Bar vergrößert, die neuen Artikel sollen Einheimische sowie Gäste nun gleichsam ansprechen. Auch sollte das Kaufhaus wieder lebendiger werden, was durch die Möglichkeit für allerlei Veranstaltungen (Verkostung, Lesung, geschlossene Gesellschaft,...) heute gegeben ist.